Kerndämmung

Kerndämmung

Die Kerndämmung wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Bei einer Dämmung ist es wichtig "den Finger vom Keller bis übers Dach auf die andere Gebäudeseite nicht abzusetzen". Erst dann ist die Energetische Gebäudehülle gut gedämmt.

Kerndämmung ist eine spezielle Art der Wärmedämmung von Gebäudeaußenwänden bei zweischaligem Mauerwerk bzw. zwischen Sparren. Hierbei kann auf den im Normalfall erforderlichen Luftspalt von mindestens 40 mm und den Lüftungsöffnungen oben und unten in der Außenmauer bei der Kerndämmung verzeichtet werden.

Eine spezielle Technik zur Kerndämmung stellt die Einblasdämmung dar. Diese wird immer zur nachträglichen Kerndämmung oder an schwer zugänglichen Stellen eingesetzt und ist somit optimal zur Dämmung von Altbauten geeignet.

Nähere Informationen zu dieser Technik finden Sie im Artikel über die Einblasdämmung. Praktische Beispiele der Anwendung der Einblasdämmung finden Sie im Artikel Einblasdämmtechnik an Fassaden und Dachdämmung - Technik am Dach.


Weitere Fachinformationen
Als Kerndämmung wird die volle Dämmung zwischen zwei Mauerwerkswänden bei zweischaligem Außenmauerwerk (Vor- und Hintermauerschale) oder zwischen Sparren (Zwischensparrendämmung) - ohne den ansonsten notwendigen Luftspalt von mindestens 40 mm und ohne Lüftungsöffnungen oben und unten - bezeichnet. Bei der Verarbeitung bleibt der sogenannte "Fingerspalt" (ca. 1 cm).

Zur Dämmung können feste Materialien wie Polyurethan-Hartschaumstoff (PUR/PIR), Stein- oder Mineralwolle, Extrudierter Polystyrol-Hartschaum (XPS), Expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS) oder Schüttgut verwendet werden. Die Dämmstoffe müssen dauerhaft wasserabweisend (hydrophob) sein und der genormten Anwendung der DIN 4108-10 (WZ=Dämmung von zweischaligen Wänden, Kerndämmung) entsprechen. Normativ ist der Schalenabstand auf 150 mm begrenzt. Größere Schalenabstände (derzeit bis 200 mm geregelt) erfordern Luftschichtanker mit bauaufsichtlicher Zulassung.

Die Referenzwerte der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) von U = 0,28 W/m²K lassen sich bereits mit 10 cm Kerndämmung der Wärmeleitfähigkeit 0,035 W/m²K erfüllen. Zur Erfüllung des Passivhaus-Kriteriums (U = 0,15 W/m²K) sind deutlich bessere Wärmedämmstoffe ggf. in Kombination mit erhöhten Schalenabständen erforderlich, z.B. 20 cm Kerndämmung der Wärmeleitfähigkeit 0,032 W/m²K.

Bei einer Kerndämmumg sind nach DIN 1053 Entwässerungsöffnungen im Fußpunktbereich der Außenschale (5000 mm² je 20 m² Wandfläche) anzuordnen. Bei ordnungsgemäß ausgeführtem Verblendmauerwerk sind in der Praxis keine Laufspuren (also kein Wasseraustritt) aus den Entwässerungsöffnungen festzustellen. Bei verputzen Vormauerschalen sind die Entwässerungsöffnungen vor dem Verputzen zu verschließen.

Für die Kerndämmung beim Neubau können Plattendämmstoffe eingesetzt werden.

Die nachträgliche Kerndämmung im Bestand ist mit Einblasdämmstoffen oder Ortschaum möglich. Der Dämmstoff wird dabei durch in die Außenmauer gebohrte Löcher eingebracht. Alternativ zu dieser Dämmaßnahme ist die Dämmung der Außenwand von außen mit einer Dämmschicht und einer Verblendung möglich.

Dies sind die Vorteile einer nachträglichen Kerndämmung in zweischaliges Mauerwerk (Einblasdämmung):

  • preiswert gegenüber nachträglich außen aufgebrachter Dämmschicht mit Verblendung (i. d. R. Putz, Klinker oder Holz), d.h. kürzere Amortisationszeiten
  • kurze Bauzeiten, oft 1-2 Tage bei einem 1-2 Familienhaus
  • es geht weder Wohnraum verloren noch ändert sich die Optik des Hauses.


Was Sie von uns erwarten können

  • Fundierte Beratung vom Fachmann
  • Faire Preise
  • Fachmännische Ausführung aller Arbeiten
  • Transparente Abrechnung

Unsere Produktpartner